top of page
762EBF29-1B4E-4EEC-8385-13F3F84EE88C_edited.jpg

Der Serval

Der Serval

Die Serval ist eine elegante afrikanische Wildkatze und der direkte Vorfahre der Savannah-Katze. Mit ihren langen Beinen, den riesigen Ohren und der markanten Fleckenzeichnung zählt sie zu den faszinierendsten Katzenarten der Welt. Viele der typischen Eigenschaften der Savannah, wie ihre Athletik, ihre Intelligenz und ihre außergewöhnliche Sprungkraft, stammen vom Serval.

Steckbrief

MerkmalInformation

Wissenschaftlicher NameLeptailurus serval

Körperlängeca. 70 bis 100 cm

Schulterhöheca. 55 bis 65 cm

Gewichtca. 7 bis 18 kg

Lebenserwartungca. 10 bis 15 Jahre in freier Wildbahn, in menschlicher Obhut oft bis zu 20 Jahre

VerbreitungAfrika

LebensraumSavannen, Feuchtgebiete, Graslandschaften sowie die Randbereiche von Sümpfen und Seen

GefährdungsstatusNicht gefährdet

Systematik

  • Klasse: Säugetiere (Mammalia)

  • Ordnung: Raubtiere (Carnivora)

  • Familie: Katzen (Felidae)

  • Gattung: Leptailurus

  • Art: Leptailurus serval

Aussehen

Der Serval besitzt einen außergewöhnlich schlanken Körperbau mit langen Beinen, einem kurzen Schwanz und einem goldgelben bis sandfarbenen Fell, das von schwarzen Flecken und Streifen gezeichnet wird. Je nach Herkunft können Farbe und Zeichnung leicht variieren.

Besonders auffällig sind seine überproportional großen Ohren. Gemessen an Kopf und Körper besitzt der Serval die größten Ohren aller Katzenarten. Mit ihnen kann er selbst feinste Geräusche wahrnehmen und Beutetiere auch im hohen Gras oder unter der Erde orten.

Im Gegensatz zum Karakal sind beim Serval die Vorderbeine etwas länger als die Hinterbeine. Dadurch kann er selbst in dichtem Gras den Überblick behalten und seine Umgebung hervorragend beobachten.

Fortpflanzung

Servale leben überwiegend einzelgängerisch und treffen nur während der Paarungszeit aufeinander.

Nach einer Tragzeit von etwa 65 bis 75 Tagen bringt das Weibchen meist zwei bis fünf Jungtiere an einem geschützten Ort zur Welt, beispielsweise in einem verlassenen Erdbau.

Die Jungtiere werden blind geboren und öffnen ihre Augen nach etwa neun bis dreizehn Tagen. In den ersten Lebenswochen bleiben sie gut versteckt und werden ausschließlich von ihrer Mutter versorgt.

Mit zunehmendem Alter begleiten sie ihre Mutter auf die Jagd und lernen Schritt für Schritt alle wichtigen Fähigkeiten zum Überleben. Mit ungefähr zwei Jahren werden junge Servale selbstständig und verlassen das mütterliche Revier.

Lebensweise

Der Serval ist überwiegend dämmerungs- und nachtaktiv.

Seinen Lebensraum bilden hohe Graslandschaften, Savannen sowie Gebiete in der Nähe von Wasser. Dort nutzt er seine hervorragenden Sinne, um Beute aufzuspüren.

Vor allem sein außergewöhnliches Gehör macht ihn zu einem äußerst erfolgreichen Jäger. Selbst kleinste Bewegungen von Nagern unter der Erde kann er wahrnehmen und sie anschließend mit seinen kräftigen Vorderpfoten aus ihren Verstecken graben.

Der Serval ist außerdem ein hervorragender Springer und erreicht aus dem Stand Sprunghöhen von weit über zwei Metern. Damit gelingt es ihm sogar, fliegende Vögel aus der Luft zu schlagen.

Ernährung

Der Serval ernährt sich hauptsächlich von:

  • kleinen Nagetieren

  • Vögeln

  • Hasen und Kaninchen

  • Amphibien

  • Reptilien

  • Fischen

  • größeren Insekten

Mit einer Erfolgsquote von etwa 50 Prozent zählt der Serval zu den erfolgreichsten Jägern unter den Katzen. Zum Vergleich: Die meisten Großkatzen erreichen deutlich niedrigere Jagderfolge.

Interessante Fakten

  • Der Serval besitzt die größten Ohren aller Katzenarten, gemessen an seiner Körpergröße.

  • Er kann aus dem Stand über zwei Meter hoch springen.

  • Seine langen Beine ermöglichen ihm eine hervorragende Sicht über hohe Gräser.

  • Viele Eigenschaften der Savannah-Katze, darunter ihre Intelligenz, Sprungkraft und Neugier, stammen direkt von ihrem wilden Vorfahren.

bottom of page